Jul
21
Urlaub auf Pump - nein danke
Filed Under Geld | Leave a Comment
Während in Deutschland viele Sachen auf Pump gekauft werden, lehnen es die meisten Deutschen ab, ihren Urlaub Fremdfinanzieren zu lassen - das ergab eine Studie des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag der Zeitschrift Reader´s Digest. Reichen die Ersparnisse für eine Urlaubsreise nicht aus, dann fällt sie eben aus oder es wird nach kostengünstigen Alternativen gesucht. Vor allem Personen aus einkommensschwachen Regionen, besonders aus den neuen Bundesländern, planen alternativ einen günstigen Urlaub im Inland.
Nach der Studie sind nur 6% der Deutschen bereit, sich das Geld für eine Urlaubsreise zu leihen. Ein Drittel davon würde in der Familie nach einem Geldgeber suchen. Auf der anderen Seite ist die große Mehrheit der Meinung, dass man auf einen Urlaub lieber sparen sollte und wenn dies nicht gelingt, der Urlaub dann eben ausfallen muss.
Besonders kritisch sehen Personen zwischen 30 und 39 Jahren den Urlaub auf Pump. Kaum einer dieser Personengruppe würde sich Geld für den Sommerurlaub leihen. In der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen wären es immerhin schon 15%, die sich Geld borgen würden.
Aber nicht nur das Alter nimmt einen Einfluss auf die Bereitschaft, Schulden zu machen, sondern auch das Reiseziel. Fernreisen werden doppelt so oft über Fremdkapital finanziert wie Urlaube im Inland.
Quelle: www.n-tv.de
Jul
21
Trauerbewältigung auf Reisen
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Verliert man durch den Tod einen geliebten Menschen, geht man unterschiedlich mit seiner Trauer um. Während die einen nach einiger Zeit wieder im eigenen Leben Fuß fassen, fällt es anderen Menschen sehr schwer, mit ihrer Trauer umzugehen und das Erlebte zu verarbeiten. Mit einem neuartigen Urlaubsprojekt soll es den Hinterbliebenen nun einfacher gemacht werden, den schmerzlichen Verlust zu verkraften.
So bietet beispielsweise die Private Trauerakademie Fritz Roth in Bergisch Gladbach ein Konzept mit dem Namen „Eine Reise ins Leben - eine Reise für Trauernde, aber keine Trauerreise“ an. Hinter diesem Konzept versteckt sich eine Gruppen-Urlaubsreise, mit professionellen Trauerbegleitern, die sehr viele Gesprächsrunden anbieten, bei denen aber auch Sightseeing, Wanderungen und das gemeinsame Essen in gemütlichen Restaurants auf dem Programm steht. Als Zeichen des Verlustes wird auf einer solchen Reise ein Baum gepflanzt und ein Abschiedritual abgehalten. Solche Reisen für Trauernde sollen helfen, die Trauer zu verarbeiten und selbst wieder ins Leben zurück zu finden. Eine solch professionell begleitete Reise kann der erste Schritt in die Normalität sein, wissen Trauerexperten.
Auch vom bekannten Reiseveranstalter TUI werden solche Trauereisen angeboten. Bis zum Frühjahr 2011 werden zu 15 Terminen Trauerreisen nach Madeira, Kreta, Mallorca, Teneriffa, die Algarve und an die Mecklenburgische Seenplatte angeboten.
Quelle: www.abendblatt.de
Jul
21
Passagiere und ihre Rechte
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Reisende haben eine ganze Reihe von Rechten, doch den wenigsten Urlaubern sind diese im Detail bekannt. Daher klärt das Verbraucherministerium mit der sog. „Reise-Check-Karte“ pünktlich zu den Sommerferien über die Rechte der Reisenden auf. Parallel dazu dehnte die EU die Gastrechte auf Schiffsreisen aus.
Die Reise-Check-Karte des Bundesverbraucherministeriums kann von Urlaubern auf ihre Reise mitgenommen werden, sodass sich im Notfall jeder vor Ort über seine Rechte informieren kann. Die Karte kann auf der Webseite www.bmelv.de heruntergeladen werden. Stichpunktartig werden hier beispielsweise die wichtigsten Rechte bei Flug- und Bahnverspätungen erläutert.
Ferner wird kontinuierlich von der EU an der Erweiterung der Passagierrechte gearbeitet. So ist derzeit mit erweiterten Fastgastrechten im Schiffsverkehr zu rechnen. Sofern die einzelnen Mitgliedländer zustimmen, werden ab Herbst 2012 auch Schiffspassagieren das Recht auf Rückerstattung bei Verspätungen und Annullierungen zugesprochen. Derartige Bemühungen gibt es auch im Bereich der Busreisen. Hier wird es aber aller Wahrscheinlichkeit noch einige Zeit dauern, bis entsprechende Fahrgastrechte durchgesetzt sind. Begründet sind die Verzögerungen darin, dass das EU-Parlament eine entsprechende Verordnung nicht nur für den Fernbusverkehr fordert, sondern parallel auch für den Regionalbusverkehr. Derzeit sind die Verhandlungen mit dem EU-Rat noch nicht abgeschlossen.
Quelle: www.focus.de
Jul
21
Das ein Hotel einmal überbucht ist, kann in der Saison schon mal vorkommen. Ist dies der Fall, dann darf ein Reiseveranstalter die Reisenden nicht in einem deutlich schlechteren Hotel unterbringen - er muss ein Ersatzhotel in der gleichen Kategorie anbieten. So urteilte das Landgericht Köln (Az.: 230 438/08), wie aus einem Bericht der Zeitschrift „ReiseRecht aktuell“ hervorgeht.
Im konkreten Fall hatte der Kläger eine Flugreise nach Griechenland gebucht. Im Katalog wurde das Hotel als „komfortabel“ und „elegant eingerichtet“ angeboten. Gebucht wurde ein Familienzimmer für vier Personen, in dem ein zusätzlicher Schlafraum vorhanden war. Die Urlauber erfuhren jedoch bei ihrer Ankunft, dass das gebuchte Hotel überbucht sei. Sie mussten in ein anderes Hotel umziehen. Die Urlauber waren von ihrem neuen Domizil mehr als enttäuscht und so sah es auch das Gericht. Es war der Ansicht, dass das Alternativhotel nicht gleichwertig dem gebuchten Hotel war. Dabei stellte die Tatsache, dass es keine getrennten Schlafzimmer für Kinder und Eltern gab, bereits einen gravierenden Reisemangel dar. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Urlaub- und Erholungswert nicht in vollem Umfang gegeben ist, wenn Kinder und Eltern in einem gemeinsamen Raum schlafen müssten.
Quelle: www.focus.de