Mrz
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Wieder einmal haben Wissenschaftler den Klimawandel eingehend diskutiert: am Freitag fand in Hamburg der 3. Extremwetterkongress statt.
Ein sogenannter „Klima-Trend-Atlas“ wurde vom Institut für Umwelt und Atmosphäre der Universität Frankfurt am Main vorgestellt, der beschreibt wie sich der Tourismus bald immer weiter gen Norden verschieben werde. Er prognostiziert zudem wie die Tourismusländer Südeuropas, wie Griechenland und Italien, durch die erhöhten Temperaturen schon bald an Attraktivität verlieren könnten. Positive Auswirkungen habe die Wetterverschiebung dafür an der Nord- und Ostseeküste.
Auch Klimamodelle wurden vorgestellt, worunter das vorgeschlagene Projekt von Hans Müller-Steinhagen (Direktor am Institut für Technische Thermodynamik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt), die Energieversorgung Europas mit Solarkraftwerken aus Nordafrika zu verstärken, besondere Aufmerksamkeit erfuhr.
Der deutsche Wetterdienst bereitet sich schon jetzt aktiv auf den extremen Wetterumschwung vor, indem er im Ausland tätige Hilfsorganisationen unterstützt. Auch generell sollte man keine utopischen Ziele setzen, sondern vielmehr der Realität ins Auge sehen und „Anpassungen“ an den Klimawandel vornehmen, wie Hans von Storch vom Institut für Küstenforschung/GKSS-Forschungszentrum Geesthacht mahnte.
Mit Sorge betrachteten die bald 700 Experten auch die drastische Veränderung im arktischen Eis. Immerhin verändere sich der Südpol nicht ganz so schnell. Die geschätzten Ausgaben für Schäden an Immobilien und Infrastruktur belaufen sich im Übrigen auf bald 800 Milliarden Euro.
Quelle: welt.de