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Nach langer Rezessionszeit konnten die Seychellen im letzten Jahr ein überdurchschnittlich hohes BIP-Wachstum vermerken – bedingt vor allem durch den wachsenden Tourismus und damit verbundene Hotelinvestitionen soll dieser Trend auch weiterhin anhalten.
In den nächsten Jahren sollen hauptsächlich auf der Hauptinsel Mahé zahlreiche Hotels, Luxusressorts und Geschäftsanlangen entstehen. Das wohl in der Geschichte der Seychellen bislang größte Projekt plant die südafrikanische Pinnacle Point Holding (PPH): eine immense Luxusanlage inklusive Golfplatz, Kasino, Villen und einer Flaniermeile soll die vermögende Kundschaft aus dem Ausland anlocken.
Auch die Fluggesellschaften Qatar Airlines und Emirates investieren mehrere hunderte Millionen US-Dollar in den Bau eigener Luxusressorts.
Der sinkende Kurs der heimischen Rupie dürfte nicht wenig zur wachsenden Touristenanzahl verholfen haben, welche im Jahr 2007 um 15% stieg.
Da der Inselstaat selbst nichts produziert, muss alles importiert werden. Die Exportmöglichkeiten gerade für deutsche Qualitäts-Unternehmen (v.a. Elektrotechnik, Haushaltsarmaturen) sind im Rahmen der geplanten Neubauten also nicht zu unterschätzen. Bislang, beraten von südafrikanischen Marktbeobachtern, ignorieren deutsche Firmen diese jedoch – gleich ihren südafrikanischen Beratern. Vielleicht sollten deutsche Unternehmen die Marktbeobachtung lieber von Mauritius aus bzw. gar durch französische Vertreter, die über gute Beziehungen zu dem Inselreich verfügen, führen um auch noch ein Stück vom Luxus-Kuchen der Seychellen abzubekommen.
Quelle: bfai, März 2008